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Aller guten Dinge sind drei.

Nähprojekt oder Stoff, was ist zuerst da? Bei mir ist der schöne Stoff eindeutig Ideengeber. Ein Stück eines Kimonostoffes inspiriert mich, was ich daraus nähen könnte. Außerdem habe ich mir bestimmte Spielregeln zugelegt: Es muss ein Zero Waste Schnitt sein, er muss optimal die Stoffbreite des Kimonostoffes ausnützen und nur gerade Schnittlinien haben.

Meine Freundin, die sehr eleganten Fliege aus dem Seidenkimono näht, hat mir diesen Stoff geschenkt. Er ist ca.36cm breit und weniger als 30cm lang.

Zuerst habe ich eine breite Tasche, aus zwei verschiedenen Stoffresten genäht. Die Form hat aber irgendwie nicht zum Muster gepasst.
Der zweiten Versuch war die Reclamverschönerung. Beim Einpacken eines Reclamheftes habe ich festgestellt, dass der Stoff zu steif war und das schöne Motiv nicht zur Geltung kam.

Der dritte Versuch: eine schmale Schultertasche. Ich habe das Stück mit einem Kragenteil (1/2 Kimonobreite) kombiniert.
In die Öffnung habe ich den Reißverschluss und den Stoffträger eingenäht. Die Tasche ist klein und sehr leicht. Man packt sie aus der großen Tasche oder Rucksack aus, packt alles Notwendige hinein und ab in die Ausstellung!


Museumstasche-03
Größe: 25cm x 25cm
Stoff 1 grün : Kimonostoff aus Seide
Stoff 2 gestreift: Kimonostoff aus Kunstfaser
Futter: Stoff 2
Träger: 98cm
Gewicht: 63g

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micro minirock

Das Stück wird um die Hüfte eingewickelt. Es passt zu einem schlichten Kleid oder über der Hose. Wer Lust hat, kann man auch wie eine Schärpe über die Schulter tragen. Hier weden zwei Seidenstoffe kombiniert: eine Seite mit dem auffallenden Muster und eine Seite mit dem eher schlichtem Muster. Die Breite entspricht die Breite des Kimonostoffes. Entdeckt habe ich diesen Rock in einem Heft “The skirts of Japanese clothe”, Yoko Imamura 2003.

Vogel in rot und Edo Komon in rot
Größe: Breite x Länge = 34cm x 108cm
Stoffe: 100% Seide aus Vintage Kimono
Bindgürtel: 2 x 84cm lang
Stoffe:100% Baumwolle aus Vintage Obi


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Vorbereitung:

Ein Kimono wird grundsätzlich nicht gewaschen – er wird nach dem Tragen an der frischen Luft ausgelüftet.

Wenn man dennoch den Kimono waschen möchte, wird er in Japan zu einer Spezialreinigung gegeben. Dort wird er aufgetrennt und mit Wasser per Hand gewaschen. Da der Stoff beim Waschen eingeht, wird er gestärkt, aufgespannt z. B. auf ein Brett und getrocknet. Die gereinigten Stoffbahnen werden danach wieder zu einem Kimono zusammengenäht. Nur für das Auftrennen und Waschen bezahlt man bereits zwischen 9.000 bis 16.000 Yen (ca.70 bis 125 Euro).

Für mein Upcycling wasche ich aber den Kimono-Stoff zuhause per Hand; zuerst trenne Ich den Kragenschutz oder Ärmel auf und messe vor dem Waschen die Breite und Länge des Stoffes. Wenn der Stoff beim Waschen sehr eingeht oder stark abfärbt, dann lieber zur Chemischen Reinigung geben.

Zum Waschen benutze ich handelsübliches Babyshampoo oder Wollwaschmittel und für die hartnäckigen Flecken Kernseife. Danach am besten im Freien an einem schattigen Ort aufhängen und anschließend feucht bügeln.

Beim Waschen riecht alte Kimono-Seide etwas streng. Die Ursache ist Campher. Campher kommt in verschiedenen Gewächsen natürlich vor und schützt den Seidenstoff vor der Feuchtigkeit und Ungeziefer.